Katholischer Gottesdienst am 01.05.2022
aus der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim

 

Aus der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim überträgt der Deutschlandfunk am 3.Sonntag der Osterzeit, dem 01.05.2022, ab 10.05 Uhr, live den katholischen Gottesdienst.
Zelebrant ist Pfarrer Christian Böckmann. Die kirchliche Leitung des Radio-gottesdienstes liegt bei Pater Philipp Reichling.


Die ehemalige Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt liegt im Mülheimer Süden links der Ruhr. Die angrenzenden Klosteranlagen sind sehr gut erhalten und dienen heute als Ort der Begegnung.
Heute leben vier Patres der Ordensgemeinschaft der Oblaten des heiligen Franz von Sales dort und kümmern sich um die Seelsorge vor Ort.


Das Evangelium dieses Sonntags erzählt von der Erscheinung Jesu nach seiner Auferstehung am See in Tiberias. Die Jünger sind hier nach dem Leiden und Sterben Jesu wieder in ihr altes Leben zurückgekehrt. In seiner Predigt legt Pfarrer Böckmann dar, dass das neue Auftreten Jesu die Jünger dazu bringt, nicht im Alt-Bekannten zu verharren, sondern wieder mutig hinauszugehen – das Leben zu wagen. Der Glaube, so Böckmann, lässt sich erst im gelebten Leben finden.


Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Jugendkantorei der Chor-Singschule Himmelfahrt unter der Leitung von Werner Schepp. Außerdem singt ein Terzett den Antwortpsalm und den Ruf zum Evangelium. Die Orgel spielt Konrad Suttmeyer. Nach dem Gottesdienst ist die Gemeinde telefonisch erreichbar.

Ökumene am und im Fluss

Fahrradpilgern an der Ruhr


Von April bis August findet eine Stafette von lokalen, ökumenischen Pilgerwegen am Rhein und seinen Nebenflüssen statt. Ziel ist Karlsruhe, wo ab dem 31. August die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen tagt. Auf dieses ökumenische Weltereignis wollen die lokalen Pilgerwege hinweisen. Zugleich zeigen sie, dass es vor Ort in Deutschland eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen gibt.

Die christlichen Kirchen in Mülheim laden herzlich dazu ein, am Sonntag, 8. Mai, bei der Etappe von Mülheim nach Duisburg ökumenischer Gemeinschaft zu erleben und ein Zeichen für Versöhnung, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu setzen.

Start: 14 Uhr, Kirche St. Mariae Geburt, Althofstr. 5

Ziel: 17 Uhr, Salvatorkirche, Duisburg-City

Nach einer Andacht zur Einstimmung setzen sich die Pilger:innen in Gruppen mit max. 20 Radfahrer:innen in Bewegung. Zur Auswahl steht eine kürzere und eine längere Strecke zum Ziel in Duisburg. Dort wird der Staffelstab im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes an die nächste Gruppe übergeben.

Anmeldung werden bis zum 03. Mai erbeten

bei Kristina Horstmannshoff,Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 0208-88 22 46 911.

Für weitere Informationen und Rückfragen ist Volker Meißner erreichbar:

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 0201-2204 681.Logo Oekumene2022 am und im fluss

 

*** Friedensgebet ***

Friedensweg

 

*** Zum Tod von Weihbischof em. Dr. h.c. Franz Grave ***

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Predigt von Stadtdechant Pfarrer Michael Janßen anlässlich des Requiems für Weihbischof em. Dr. h.c. Franz Grave in St. Mariae Geburt in Mülheim an der Ruhr am 27. Februar 2022

Liebe Schwestern und Brüder,

„Mundi Salvator Dominus – Der Erlöser der Welt ist der Herr!“ Dieses Leitwort, das sich Weihbischof Grave zur Bischofsweihe im Mai 1988 gegeben hat, das ist ein starkes Glaubensbekenntnis! Es ist sein unzerbrechliches Lebensfundament, auf dem er zeit seines Lebens gestanden hat. Und dieses Fundament hat seine tiefsten Wurzeln in seinem Elternhaus in Essen-Frohnhausen. Hier fand dieses Fundament seine Bodenständigkeit und seine tiefe Verbundenheit mit den Menschen. Immer ging es ihm zuerst um den Menschen – und egal, wer da gerade vor ihm stand. Dabei schlug sein Herz mit größter Leidenschaft für die Ärmsten der Armen. Er sagte mir einmal: Wenn ich dereinst vor meinem Herrn stehe, dann wird er mich wohl nicht fragen, was ich alles für die Strukturen unserer Kirche getan habe; er wird mich aber eindringlich fragen: Was hast du für die Ärmsten der Armen getan?

Fest auf seinem Lebensfundament stehend, führte ihn sein priesterlicher und bischöflicher Lebensweg und Glaubensweg über die ihn nach seiner Priesterweihe tief prägenden Jahre als Kaplan in Duisburg-Beeck, die Jahre als Diözesanpräses der Kolpingfamilien und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, wo es galt, die katholische Soziallehre mit Leben zu füllen. Es folgten über zwei Jahrzehnte als Leiter des Seelsorgeamtes im Bischöflichen Generalvikariat. Für ihn war schon immer klar, dass hauptamtliche Seelsorge und ehrenamtliches Laienapostolat sich gegenseitig nur bereichern können. 1988 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. dann zum Titularbischof von Tingaria in Mauretanien und zum Weihbischof in Essen.

Aus meiner Sicht wäre Weihbischof Grave auch ein herausragender Bischof von Essen gewesen, ein echter Ruhrbischof, aus den Menschen des Ruhrgebietes genommen und für die Menschen bestellt! Aber seine ganze Zeit und Kraft sollte er in besonderer Weise einsetzen können für die Ärmsten der Armen. So wollte es wohl die göttliche Vorsehung, dass er 1992 Adveniat-Bischof wurde. Papst Johannes Paul II. berief ihn in die Päpstliche Kommission für Lateinamerika. Bischof Dr. Hubert Luthe ernannte ihn zum Bischofsvikar für weltkirchliche und gesellschaftliche Aufgaben. So setzte sich Weihbischof Grave in vielfältiger Hinsicht mit größter Leidenschaft dafür ein, dass das Gesicht des Erlösers immer das Gesicht der Menschen ist, dass uns im hungernden und in vielfältiger Hinsicht leidenden Menschen immer das Gesicht Jesu Christi anschaut.        

Wie sehr das Herz unseres Verstorbenen für die Ökumene schlug, das wird beispielsweise deutlich an der freundschaftlichen Verbundenheit zum damaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland Nikolaus Schneider. Dieser hielt einmal mit Blick auf Weihbischof Grave die Festansprache und sagte am Ende zum damaligen Bischof von Essen sinngemäß folgende Worte: Herr Bischof Dr. Genn, Sie müssen wissen, dass Ihr Weihbischof Grave auch immer ein Stück weit unser Bischof ist. 

Als ich am 19. Februar von Familie Grave die Todesnachricht erhielt, dachte ich mir: Jetzt verstummt endgültig mit Weihbischof Grave für unser Bistum Essen und mit Blick auf das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat für die Weltkirche die Stimme einer der ganz großen deutschen Bischöfe. Sein Wort hatte überall Gewicht. Sein unverwechselbares Herz schlug als Seelsorger in verschiedenster Hinsicht für die Anliegen, Sorgen und Nöte der Menschen im Ruhrgebiet und weltweit für die Ärmsten der Armen. Der Mensch stand für ihn bei allen Fragen, Überlegungen und Entscheidungen immer im Mittelpunkt. Ich werde nicht müde, zu sagen: Wir können den Menschen nicht vom „guten, lieben Gott“ erzählen, wenn wir ihnen nicht zuvor etwas zu essen geben! Genau das war auch das Herzensanliegen von Weihbischof Grave. Für ihn hatte die Verkündigung des Evangeliums immer zur Folge, aus christlicher Verantwortung heraus unsere Gesellschaft zu gestalten. Einig waren wir uns auch: Wir haben als Kirche zwar keinen politischen Auftrag, aber eine Botschaft, die nicht ohne politische Folgen bleiben kann! Und wenn unser christliches Menschenbild mit Füßen getreten wird, dann stehen wir auf und sprechen mit vereinter christlicher Stimme; und wenn es sein muss, gehen wir dafür auch auf die Straße!     

Nach seiner Emeritierung im Jahr 2008 als Weihbischof von Essen war er mit großer Leidenschaft als Seelsorger in St. Mariae Geburt und auch im Stadtdekanat Mülheim an der Ruhr tätig. In allen Kirchen unserer Pfarrei hat er mit uns die hl. Messen gefeiert, die Sakramente gespendet, die Verstorbenen zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet. Sehr beliebt waren seine überzeugenden, leidenschaftlichen Predigten. Er war ein hervorragender, feinfühliger Gesprächspartner. Sehr gefragt war in vielerlei Hinsicht sein Rat. In vielen seelsorglichen Bereichen unserer Pfarrei wirkte er verantwortungsvoll mit.

Als ehemaliger Adveniat-Bischof schlug sein Herz leidenschaftlich für die Ärmsten der Armen. Unvergessen sind die Besuche von verschiedenen Bischöfen aus Lateinamerika in St. Mariae Geburt auf unserem Kirchenhügel. Meistens am Vorabend des ersten Adventssonntags haben wir im Rahmen der Vorabendmesse und anschließender Gespräche die Weihnachtsaktion der bischöflichen Hilfsorganisation Adveniat für Lateinamerika hier vor Ort „im kleinen“ eröffnet. Höchst interessant waren die Worte unserer Gäste, die aus den unterschiedlichen Orten ihrer Heimat berichteten. Dabei war durchgängig (oft beschämend) festzustellen, auf welch hohem Niveau wir hier klagen, wenn die Bischöfe durchblicken ließen: Eure Probleme in Deutschland, die möchten wir haben. Ich persönlich wurde jedes Mal auf den Boden der Tatsachen geholt. Die „katholische Nabelschau“ und das erschreckende „Kirchturmdenken“ wurden aufgebrochen mit dem Blick darauf, dass unsere Kirche weit mehr ist als Kirche in Deutschland, nämlich Weltkirche! Oft konnten wir mit den Bischöfen Lateinamerikas dann auch zu Gast in unserem Rathaus sein, sodass auf diese Weise einmal mehr die hervorragende Verbundenheit zwischen unserer Stadt Mülheim an der Ruhr und unseren christlichen Kirchen zum Ausdruck kam. 

In bleibender Erinnerung sind für mich die ökumenischen Trauermetten in der Karwoche. Weihbischof Grave machte immer wieder berühmte Persönlichkeiten aus Kirche, Politik, Kultur und Gesellschaft ausfindig, die in den Trauermetten Ansprachen hielten zu aktuellen Themen der Zeit.

Sehr gerne denke ich zurück an unsere Besuche in den verschiedenen Unternehmen und Betrieben in Zusammenarbeit mit der „Agentur für Arbeit“, die ich mit Weihbischof Grave erleben durfte. Wie bereichernd waren die Gespräche mit den jungen Menschen und den Verantwortlichen, wenn wir für noch mehr Ausbildungsplätze für Jugendliche Werbung machten. „Eine Schüppe drauflegen …“, das war unser Anliegen. Die Erfahrungen ließen wir dann in eine Sonntagsmesse mit einfließen und in einer „Dialogpredigt“ die Verantwortlichen und die jungen Menschen selbst zu Wort kommen. Unvergessen ist auch das „Ausbildungs-Camp“, das wir ebenfalls mit der „Agentur für Arbeit“ in ökumenischer Verbundenheit auf den Weg brachten. Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz fanden, wurden in den Sommerferien im Katholischen Stadthaus auf dem Kirchenhügel theoretisch auf Bewerbungssituationen vorbereitet. Danach erhielten sie die Möglichkeit, ein Firmenpraktikum zu absolvieren und wurden in den meisten Fällen in einem Ausbildungsverhältnis weiter beschäftigt.

Dankbar und menschlich sehr bereichernd erinnere ich mich an unsere gemeinsamen Besuche bei den Flüchtlingen in unserer Stadt Mülheim an der Ruhr!

Immer wieder betonte Weihbischof Grave, dass seine Zeit in St. Mariae Geburt und im Stadtdekanat Mülheim an der Ruhr mit die schönste Zeit seines Lebens war, weil er hier „Seelsorger vor Ort“ sein konnte.

Ich persönlich verliere mit Weihbischof Franz Grave einen meiner großen geistlichen Väter, mit dem mich eine echte väterliche Freundschaft verbunden hat. Sein Rat war für mich immer von höchster Bedeutung. Wie gerne denke ich zurück an die ungezählten Gespräche in seinem Gartenhaus auf der Raumerstraße in Frohnhausen! Nie vergessen werde ich den ganz dichten Augenblick, als ich ihm im September des vergangenen Jahres, bevor er ins Seniorenheim St. Martin in Essen-Rüttenscheid kam, auf Wunsch und im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Essen-Frohnhausen das Sakrament der Krankensalbung spenden durfte. Was er mir in dieser Stunde mit auf meinen weiteren Lebensweg und Glaubensweg gegeben hat, das hat sich mir zutiefst eingeprägt - ich vermisse Weihbischof Franz Grave sehr!

Sein Tod ist traurig und erlösend zugleich. Denn seine körperlichen Kräfte reichten einfach nicht mehr aus, um hier auf Erden weiter leben zu können. So hat er sein für die Menschen und unsere christliche Kirche mehr als reichhaltiges Leben im Alter von 89 Jahren in die Hände unseres Schöpfers zurückgegeben.     

„Lieber Herr Weihbischof Grave, lieber Franz, du bist nun heimgekehrt zu Gott und du weißt jetzt mehr, als wir alle hier zusammen. Ich persönlich werde nie vergessen, was du mir innerlich bei deiner Krankensalbung mit auf den Weg gegeben hast: Wenn ich zum Herrn gehe, dann darfst du weinen und traurig sein. Aber dann lass deine Tränen unserem wunderbaren christlichen österlichen Glauben weichen. Dann mache in unserem Sinne weiter: Verkünde, gelegen oder ungelegen, die christliche Botschaft, setz dich ein, misch dich ein und erhebe deine Stimme, und lass dein Herz weiterhin schlagen für die Ärmsten der Armen! Und sorge mit dafür, dass unsere Kirche sich erneut zutiefst erneuert – und das in allererster Linie mit Blick auf Jesus Christus und unsere frohe christliche Botschaft! Das habe ich dir versprochen und ich wiederhole es in dieser Stunde noch einmal! Und was du mir mit auf den Weg gegeben hast, das gilt sicherlich auch für uns alle! Ich bin überzeugt, dass dabei Ungezählte vom christlichen Glauben Überzeugte mitmachen werden.

Und was ich abschließend sage, das willst du, wie ich dich kenne, nicht hören, aber ich sage es trotzdem, sicherlich auch im Namen aller hier Anwesenden: Ich verneige mich vor dir in größter Ehrfurcht und in tiefster Dankbarkeit!
Und jetzt: „Glück Auf!“

Lieber Herr Weihbischof Grave, lieber Franz: Auf Wiedersehen im Reich unseres Gottes!“

 

Die Aufnahme des Requiems und der Begräbnisfeier aus dem Essener Dom ist hier zu sehen.

 

*** Vakanz im Stadtreferat ***

Bis auf Weiteres ist die Stelle des Referenten für das Stadtdekanat nicht besetzt. Bei Anfragen an das Stadtdekanat nutzen Sie bitte die Emailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

In dringenden Anliegen oder bei Anfragen an den Stadtdechanten können Sie diese telefonisch an das Pfarrbüro St. Mariae Geburt unter 0208 / 32525 richten.

 

*** Segnungsgottesdienst für Paare ***

Nach dem großen Erfolg des letzten Segnungsgottesdienstes, laden wir Paare jeden Alters und Geschlechtes auch in diesem Jahr wieder ein, sich und ihre Partnerschaft segnen zu lassen. Egal ob frisch verliebt oder seit vielen Jahren verheiratet, alle sind eingeladen, am Sonntag, 13.02.2022, um 15 Uhr zu einem Gottesdienst mit Paarsegnung in die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Saarn. Eine Anmeldung vorab ist nicht nötig. Für den Gottesdienst gilt die 2-G-Regelung.

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*** Aus aktuellem Anlass ***

Suspendierung eines unserer Priester

Nach enger Abstimmung mit dem Bistum Essen und der Staatsanwaltschaft Duisburg informiere ich Sie heute darüber, dass ein Priester aus der Pfarrei St. Barbara in Mülheim an der Ruhr von seinem Dienst suspendiert wurde, weil die Staatsanwaltschaft ihm sexuelles Fehlverhalten vorwirft.

Bereits seit dem 18. November ist diesem Priester die Ausübung seines Dienstes verboten. Aufgrund des rechtlichen Rahmens des derzeit noch laufenden Verfahrens darf ich Ihnen den Namen des betroffenen Priesters nicht nennen.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg legt dem Mann Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zur Last. Gegen den vom Amtsgericht erlassenen Strafbefehl hat der Priester Einspruch eingelegt. Deshalb wird es voraussichtlich im März zu einem Gerichtsverfahren kommen. Bischof Franz-Josef Overbeck hat zudem ein kirchenrechtliches Verfahren angeordnet. Bis zur Urteilsfindung gilt für den betroffenen Priester natürlich die Unschuldsvermutung.

In unseren Gemeinden und in unserer Pfarrei sind wir von dieser Nachricht tief betroffen und viele von uns sind darüber verständlicherweise verstört. Die Gremien der Pfarrei St. Barbara arbeiten deshalb eng mit dem Interventionsbeauftragten des Bistums Essen zusammen, um allen Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Ihnen allen Hilfe und Unterstützung anzubieten. Wir werden Sie in den kommenden Wochen über verschiedenen Angebote informieren und Sie – soweit uns dies angesichts der rechtlichen Vorgaben möglich ist – auch über das weitere juristische Verfahren auf dem Laufenden halten.

Wichtig ist uns, dass wir hier niemanden allein zurück lassen. Bitte nehmen Sie bei Bedarf Kontakt auf. Die Mitglieder des Pastoralteams stehen Ihnen gerne als erste Ansprechpartner zur Verfügung und helfen Ihnen weiter.

Pfarrer Christian Böckmann

 

*** Ausbildungsbeginn ehrenamtlicher Notfallseelsorger/-innen ***

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung in der Mülheimer Immanuelkirche beginnt nun die Ausbildung für 29 neue ehrenamtliche Notfallseelsorgende aus Essen, Mülheim und Oberhausen. Die Ausbildung findet dieses Jahr zum ersten Mal im Verbund der drei evangelischen Nachbarkirchenkreise im westlichen Ruhrgebiet statt, zuvor hatten schon Essen und Mülheim ko-operiert.

Die Inhalte der Ausbildung stellte Notfallseelsorger Pfarrer Guido Möller vom Kirchenkreis An der Ruhr vor, er koordiniert den Lehrgang gemeinsam mit Iris Stratmann (Oberhausen) und Pfarrer Wilfried Diesterheft-Brehme (Essen). Bis Oktober befassen sich die ehrenamtlichen „Notfallseelsorge-Auszubildenden“ nun regelmäßig mit Themen wie Psychotraumatologie, Kommunikation und dem Umgang mit Belastungsreaktionen. Außerdem lernen sie die Strukturen bei Feuerwehr, Polizei, und Rettungsdiensten ken-nen. Hinzu kommen Einsatzpraktika im Rettungsdienst und bei der Polizei.

Die Notfallseelsorgenden sind rund um die Uhr rufbereit. Sie werden von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei zum Beispiel dann alarmiert, wenn ein Mensch plötzlich zu Hause verstirbt, eine Todesnachricht über-bracht werden muss, wenn Menschen suizidgefährdet sind oder nach ei-nem größeren Unglück besonders viele Menschen Beistand benötigen.

Zum Auftakt der Ausbildung in der Styrumer Kirche gaben Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Feuerwehr den neuen Ehrenamtlichen ihre Segenswünsche mit auf dem Weg. Es sprachen Superintendent Gerald Hil-lebrand (Kirchenkreis An der Ruhr), Leitender Branddirektort Sven Werner (Feuerwehr Mülheim) und nicht zuletzt auch erfahrene Ehrenamtliche aus der Notfallseelsorge, die die Neuen im Team herzlich willkommen hießen.

Ab Oktober verstärken die dann fertig ausgebildeten Ehrenamtlichen das Team der rund 40 aktiven haupt- und ehrenamtlichen Notfallseelsorgenden in Mülheim, bzw. die Teams in den Nachbarstädten.

Neue Ausbildungskurse für Ehrenamtliche in der Notfallseelsorge beginnen in der Regel jährlich. Wer sich für den Dienst interessiert, sollte körperlich und seelisch belastbar sein, zur Selbstreflexion bereit und zur Distanzierung fähig sein, um eigene Reaktionen einordnen zu können. Notfallseelsorger verabschieden Verstorbene auf Wunsch der Angehörigen mit einem Gebet oder christlichen Ritual. Ebenfalls vorausgesetzt wird ein Mindestalter von 35 Jahren. Wer die Ausbildung absolviert, sollte bereit sein, anschließend 14 Tage Rufbereitschaft pro Jahr zu übernehmen (Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

 

*** Stellenausschreibung ***

Stellenausschreibung Stadtkirche Referent 40 BU

Bewerbungen können Sie auch per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! richten.

 

*** Ökumenischer Neujahrsempfang ***

Am 29.11.2021 fand zum zweiten mal der Neujahrsempfang in Ökumenischer Form statt. Gemeinsam mit dem Kirchenkreis an der Ruhr luden wir in hybrider Form (Livestream mit einigen wenigen Gästen in der Kirche) zur Mitfeier in die Petrikirche ein. Erstmals wurde ein neuer, gemeinsamer Preis verliehen: Der "Ökumenische Hoffnungspreis".

Stadtdechant Michael Janßen sagte in seiner Laudatio: "Wir haben überlegt, wen wir in diesem Jahr auszeichnen wollen und wir alle waren uns sehr schnell einig, dass es die Personen sein sollen, die in den Coronazeiten der vergangenen Monate und ganz aktuell, sich bis zur Erschöpfung, oft bis an die eigenen Grenzen kommend, mehr als beispielhaft gekümmert haben und sich noch immer kümmern um diejenigen, die an Corona erkrankt sind."

So geht der Preis an die Pflegenden in der Stadt. Nina Eumann (Haus Ruhrgarten), Sebastian Hußmann (Ev. Krankenhaus), Felicitas Libuda (Behmenburg GmbH), Monja Mika (Ev. Hospiz), Laureen Vogel (Franziskushaus) und Robert Schruba (St. Marien Hospital) nahmen ihn in der Petrikirche entgegen. „Stellvertretend für alle, die sich während der Pandemie in der Pflege für andere eingesetzt haben“, so Superintendent Gerald Hillebrand.

Monja Mika (Leiterin des Ev. Hospiz) dankte stellvertretend für die Preisträgerinnen und Preisträger und richtete einige Worte an die Zuschauenden: „Seien sie gewiss, da sind Menschen, die Ihren Beruf ausüben, weil sie ihn lieben. Wir pflegen Menschen mit Herz. Danke, dass Sie an uns denken!“ (Fotos: PR-Fotografie Köhring)

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*** Verleihung der Nikolaus-Groß-Medaille ***

"Nur Überzeugte können überzeugen." - Mit diesen Worten krönte Stadtdechant Michael Janßen seine Predigt bei der Festmesse anlässlich des 20. Jahrestages der Seligsprechung von Nikolaus Groß. In der feierlichen Messe in der Kirche St. Barbara wurde auch die Nikolaus-Groß-Medaille des Stadtdekanates an Herrn Paul Heidrich für sein langjähriges kirchliches und caritatives Engagement verliehen. Die Laudatio hielt Oberbürgermeister Marc Buchholz.

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 *** Segnungsgottesdienst für alle Liebenden***

Am 3. Oktober lud das Stadtdekanat zum ersten Segnungsgottesdienst für alle Liebenden ein. 27 Paare haben Wind und Regen getrotzt und kamen in die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu auf der Heimaterde und ließen sich und Ihre Partnerschaft von Stadtdechant Michael Janßen segnen. Passend zur Lesung vom Bund Gottes mit Noah auf der Arche klarte das Wetter während der Feier auf, sodass alle Paare nach dem Gottesdienst zu einem kleinem Sektempfang vor der Kirche eingeladen wurden.

Ein herzlicher Dank gilt allen Mithelfern und Mitgestaltern: Den Messdienern, den Musikern, der Koplingsfamilie und den Pfadfindern St. Joseph.

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*** Stadtdekanat im Homeoffice ***

Coronabedingt befinden sich auch immer mehr kirchliche Mitarbeiter im Homeoffice, so auch der Referent des Stadtdekanates, Herr Christopher Frieling. So kann es zu Schwierigkeiten in der Erreichbarkeit kommen. Bitte nutzen Sie unbedingt die dienstliche Handynummer 015734708858 und hinterlassen Sie gegebenenfalls eine Nachricht mit Ihrem Namen, Ihrem Anliegen und Ihrer Telefonnummer auf der Mailbox, falls Sie niemanden erreichen. Alternativ können Sie Ihre Anliegen per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Vielen Dank und wir bitten um Ihr Verständnis!

 

***Neueröffnung der Ladenkirche***

Die katholische Ladenkirche ist umgezogen und hat wieder geöffnet! Zu finden sind wir jetzt in der Wallstraße 22. Herzliche Einladung vorbeizuschauen. Nähere Infos finden Sie hier.

 

Alles rund um Corona

Nähere und aktuelle Informationen sind jeweils den Medien und Homepages der einzelnen Pfarreien zu entnehmen.

Das Coronavirus beschäftigt uns alle in diesen Tagen, es macht vielen Angst, sorgt für Betroffenheit und beeinträchtigt uns und unser Leben. Wir erleben einen nie dargewesenen Einschnitt für unseren Alltag als Gemeinde, aber auch für unsere jeweils ganz persönliche Glaubenspraxis. Alle Maßnahmen dienen dabei dem Schutz eines jeden Einzelnen, wir bitten um Ihr Verständnis und Ihr Gebet.
Vertrauen wir alle in diesen Tagen fest auf Gott. Beten wir für alle Kranken, für alle in medizinischen Berufen Tätigen und für alle, die sich fürchten. Wir Christen leben aus dem Glauben, dass Gott nicht nur alles Leben gegeben hat, sondern dass er es auch behütet.

Unter folgenden Links finden Sie geistliche Impulse: