
Einladung zur Veranstaltung: "Musik in Kriegszeiten" am 14.05.2025 um 19.00 Uhr - ein Abend mit Hobart Earle, Chefdirigent des Odessa Philharmonic Orchestra
Liebe rotarische Freundinnen und Freunde,
wir, die Rotary Clubs in Mülheim a. d. Ruhr, laden Sie herzlich zu einer besonderen Veranstaltung mit Hobart Earle, dem Chefdirigenten des Odessa Philharmonic Orchestra, ein. Unser Oberbürgermeister hat die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen.
Programm: In einer ca. 90-minütigen Präsentation, bestehend aus persönlichen Berichten, musikalischen Einblendungen und Videoaufnahmen, gewährt Hobart Earle tiefgehende Einblicke in die Arbeit mit seinem Orchester während des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Beginnend mit einem bewegenden Flashmob-Konzert auf dem Fischmarkt von Odessa während der Krim-Annexion, spannt er den Bogen über Jahre des andauernden Konflikts bis hin zu eindrucksvollen Aufnahmen von Konzerten in völliger Dunkelheit im letzten Winter. Earle erzählt von den Herausforderungen des Musizierens und Zuhörens unter Lebensgefahr und lässt uns teilhaben an der kreativen und jahrhundertealten Musiktradition der Ukraine – voller Hoffnung, Ausdruckskraft und Widerstand. Er zeigt, wie wichtig Musik und das gemeinsame Erleben von Musik gerade in Kriegszeiten sind und wie Musik verbindet. Die Veranstaltung ist ein eindringliches Zeugnis der Rolle von Kultur und klassischer Musik als Quelle der Stärke und Identität.
Über Hobart Earle: Hobart Earle ist Amerikaner, geboren in Venezuela und ausgebildet an der Princeton University sowie der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 1991 ist er Chefdirigent des Odessa Philharmonic Orchestra. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Orchester zu einem international angesehenen Ensemble mit Auftritten in der Carnegie Hall, dem Wiener Musikverein und vielen weiteren renommierten Bühnen. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und hat seinen Vortrag seit Kriegsbeginn an vielen namhaften Universitäten und Kulturzentren weltweit gehalten, u.a. in Cambridge, Oxford, der UCLA, dem University Club New York und in den Museen Ludwig und Folkwang. Er ist ein Botschafter des heroischen Kampfes der Ukrainer und wird uns alle zu Freunden der Ukraine und seines Orchesters machen.
Veranstaltungsdetails:
- Datum/Zeit: 14.05.2025, 19.00 Uhr
- Ort: Kirche St. Mariae Geburt in Mülheim ("Petrihügel", Althofstraße 5)
- Eintritt: Frei
Spendenaufruf: Wir bitten vor und nach der Veranstaltung um Spenden für ein wichtiges Projekt für geflüchtete ukrainische Familien in Mülheim und Essen. Der Krieg in der Ukraine führt anhaltend zu einer starken Fluchtbewegung geführt, insbesondere Frauen und Kinder verlassen die Ukraine und lassen ihre Männer oder Söhne häufig zum Kriegsdienst zurück. Dies führt insbesondere bei den Kindern zu Traumata und schwerwiegenden Belastungssituationen. Um diesen Belastungen entgegenzuwirken, haben die Caritas in Mülheim und Essen gemeinsam mit dem Essener Verein Menschenmögliches e.V. seit zwei Jahren vier ukrainische Therapeutinnen beschäftigt. Die beiden in Mülheim tätigen Therapeutinnen werden zu mehr als 80% durch Menschenmögliches e.V. mit überwiegend Essener Sponsoren finanziert. Wir bitten herzlich um großzügige Spenden, damit die Arbeit der Therapeutinnen nachhaltig weiterfinanziert werden kann.
Spendenkonto:
- Konto: Menschenmögliches e.V., Sparkasse Essen
- IBAN: DE33360501050002704047, BIC: SPESDE3XXX
- Verwendungszweck: Ukraine Familienprojekt MH
In der Hoffnung auf eine rege Beteiligung an diesem wunderbaren Abend verbleiben wir
mit besten Grüßen,
Prof. Dr. Philip Hilgard (Präsident Rotary Club Mülheim a.d. Ruhr)
Heike Gothe (Präsidentin Rotary Club Mülheim Uhlenhorst)
Prof. Dr. Jan Fichtner (Präsident Rotary Club Mülheim Schloß Broich)
Weiterführende Informationen:
https://muelheim-a-d-ruhr.rotary.de
- Video von Hobart Earle (Englisch, ca. 90 Sekunden)
- Kurzbeschreibung seines Vortrags (Deutsch, ca. 6 Minuten)
Zum Tod von Papst Franziskus
Wenn man das Pontifikat von Papst Franziskus auf den Punkt bringen will, dann kann man zusammengefasst sagen: Papst Franziskus war ein Pastor auf dem Stuhl Petri, dem alle Menschen mit seiner großen Barmherzigkeit und Liebe sehr am Herzen lagen. Dabei galt für ihn vorrangig: Die Armen, die Ärmsten der Armen, die zuerst! Sein Herz schlug unaufhörlich für die Flüchtlinge, die Heimatlosen, die Obdachlosen, die Gefangenen, die Unterdrückten, die Ausgegrenzten, die am Rand der Gesellschaft Stehenden. Er suchte die Nähe zu allen Menschen. Sein erster Besuch nach seiner Wahl zum Papst galt einem Flüchtlingslager in Lampedusa. Am Gründonnerstag bei der Abendmahlsfeier wusch er nicht, wie üblich, zwölf Bischöfen im Petersdom die Füße, sondern in einem Gefängnis in Rom zwölf Gefangenen, darunter auch Gefangenen anderer Konfessionen und Religionen. Ganz aktuell hat er jetzt im Heiligen Jahr 2025 ebenfalls in einem römischen Gefängnis zusätzlich eine „Heilige Pforte“ geöffnet. Einen seiner Geburtstage feierte er mit den Obdachlosen von Rom. Dazu ein Kommentar: Man hatte den Eindruck, ein „Kumpel“ von Jesus ist in den Vatikan eingekehrt. Papst Franziskus wurde nicht müde, uns dick ins Stammbuch unserer Kirche zu schreiben: Geht raus aus euren Kirchen, geht hin zu den Menschen, geht bis an die Ränder, bis an die äußersten Ränder, bis in die Niederungen des Lebens. Er war ein Seelsorger, ein im wahrsten Sinne des Wortes für die Seelen der Menschen Sorgender, der den Menschen mit all ihren Sorgen, Problemen und Nöten zugewandt war. Ihn selbst zeichneten große Bescheidenheit und Demut aus. So wohnte er beispielsweise im Gästehaus Santa Martha und nicht im Apostolischen Palast.
Unermüdliche Anliegen seines Herzens waren die Gerechtigkeit, der Frieden, die Bewahrung der Schöpfung, der interkonfessionelle, der interreligiöse, der interkulturelle Dialog. Seine Worte richteten sich an alle Menschen guten Willens.
Papst Franziskus hat als ein Papst des Aufbruchs entscheidende Reformen in unserer Kirche auf den Weg gebracht, er hat den synodalen Weg für die Weltkirche eröffnet. Hinter diesen Dialog gibt es kein Zurück mehr. Sein Vermächtnis ist nicht mehr umzukehren. Ich hoffe und wünsche sehr, dass die Kardinäle einen Nachfolger wählen werden, der in die Fußstapfen von Papst Franziskus treten wird. Bitten wir inständig den Geist Gottes darum. Und hoffentlich bieten die Kardinäle im Konklave dem Heiligen Geist auch eine Landefläche.
Noch am Ostersonntag hat Papst Franziskus die Auferstehung Jesu Christi von den Toten verkündet und ebenso, dass auch wir nach unserem Tod in der Ewigkeit Gottes unendlich leben werden. Er hat mit schwacher Stimme und letzter Kraft noch einmal der Stadt Rom und dem Erdkreis den päpstlichen Segen „Urbi et Orbi“ erteilt. Es ist ein Zeichen Gottes, dass er dann am Morgen des Ostermontags von Gott in die Ewigkeit heimgerufen wurde. Das alles ist mehr als ein Abschied. Papst Franziskus wird sich am Ende seines Lebens wohl auch die Worte des Apostels Paulus zu eigen gemacht haben: „Ich weiß, wem ich geglaubt habe.“ Als einer der größten Päpste, die die Weltkirche je hatte, wird er in die Kirchengeschichte eingehen.
„Lieber Heiliger Vater, lieber Papst Franziskus, auf Wiedersehen im Reich unseres Gottes.“

